Finanzierung des IEF

Die Einnahmen des IEF setzen sich aus dem Insolvenz-Entgelt-Sicherungs-Zuschlag, den Zuflüssen aus der Gebarung Arbeitsmarktpolitik und den Quoten-Rückflüssen aus den übergegangenen Forderungen zusammen. Zinsen aus Veranlagungen ergänzen die Einnahmen.

Einnahmen aus Beiträgen der Arbeitgeber

Den größten Teil der Finanzen des IEF machen die Beiträge der Arbeitgeber aus. Dabei handelt es sich um einen prozentuellen Zuschlag zum Arbeitslosenversicherungsbeitrag – den Insolvenz-Entgeltsicherungsbeitrag (IESG-Beitrag). Die Höhe dieses Beitrages wird von der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz per Verordnung festgelegt. Seit 01.01.2016 beträgt der Zuschlagssatz 0,35%.

Einnahmen aus Rückflüssen

Für den IEF übernimmt unser Unternehmen auch die Bearbeitung jener Insolvenzfälle, in denen Forderungen von Arbeitnehmern auf den Fonds übergegangen sind. (siehe Forderungsbetreibung). 

In der Stellung als Gläubiger in den Insolvenzverfahren hat der IEF Anspruch auf die Quotenzahlungen aus den Insolvenzverfahren. Durch ein professionelles Forderungsmanagement und das entsprechende Mahnwesen werden Zahlungseingänge und Fälligkeiten laufend überprüft und bei Rückständen sofort eingemahnt. Im Schnitt erzielt der IEF dadurch eine Rückflussquote von 13% (gemessen am ausbezahlten Insolvenz-Entgelt).

Einnahmen gemäß § 14 AMPFG

Zur Erfüllung seiner Verpflichtungen werden dem IEF von der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz zusätzliche Mittel aus der Gebarung Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung gestellt. Nach § 14 Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungs-Gesetz erhält der IEF 41% der durch den Entfall der Versicherungsfreiheit der über 58jährigen Personen von der Arbeitslosenversicherung erzielten Mehreinnahmen.

Zinsen

Der IEF veranlagt freie, nicht benötigte Liquidität und erzielt so Zinseinnahmen, die wiederum zur Finanzierung der gesetzlichen Aufgaben aufgewandt werden.